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Barocke Üppigkeit, eine erkaufte und doch innige Liebe, Machtkämpfe und düstere Machenschaften – und das alles verpackt in kunstvoller, poetischer Sprache.
1732: König Alphanios’ Inselreich Myrrha ist bankrott. Intrigante Minister und Finanzleute bestimmen die verfahrenen Regierungsgeschäfte, während die Nachbarreiche Venedig und Konstantinopel nur auf eine günstige Gelegenheit warten, Myrrha in ihre Herrschaftsgebiete einzugliedern. Da beschließt der Monarch der Insel, die maroden Staatsfinanzen durch die Heirat seiner 16-jährigen Tochter und Kronprinzessin Danae mit einem vermögenden Anwärter zu sanieren. Doch Danae, eine selbstbewusste und eigenwillige junge Frau, will ihre Freiheit so leicht nicht aufgeben.
Wolf von Niebelschütz greift die Gattung der galanten Dichtung des Rokoko auf, um ein ebenso präzises wie eindringliches Bild jener Zeit und ihrer Menschen zu schaffen. Nicht zuletzt erzählt er aber auch eine Liebesgeschichte, die in der deutschen Literatur ihresgleichen sucht.
»Im Blauen Kammerherrn ist alles lichtdurchflutet, von höherem Humor ins mediterrane Licht einer Goldoni'schen Heiterkeit getaucht, die in der deutschen Literatur keine Nachfolge gefunden hat.«
Jens Malte Fischer, Süddeutsche Zeitung
»Aus dem Abstand von mehr als einem halben Jahrhundert weiß man die Sprachmacht solcher Bilder zu schätzen. Auch dazu ist Literatur da: Phantasiegebäude zu errichten, wenn reale Häuser einstürzen.«
Sven Ahnert, NDR Kultur
»Wolf von Niebelschütz schreibt so gut wie Thomas Mann, bloß lustiger, gezierter, lebendiger und schockierender.«
Walter Klier, Wiener Zeitung
»Der Blaue Kammerherr gehört zu den größten, stilistisch reichsten und schönsten Romanen der deutschsprachigen Literatur überhaupt.«
Alban Nikolai Herbst, Volltext
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